Rihanya und Kfar-Kama sind zwei tscherkessische Dörfer die im Norden von Israel existieren. Diese Tscherkessen siedelten sich um 1880 hier an, es handelt sich um Tscherkessen die vom Balkan in den Nahen Osten umgesiedelt wurden.

In Rihanya leben etwa 1000 Abadzechen. Kfar-Kama zählt etwa 2000 Schapsughen.

Die Tscherkessen in Israel hatten in der Vergangenheit sowie heute die Freiheit ihre Sprache Kultur und Traditionen zu pflegen. Durch die unterschiedliche Religionszugehörigkeit der Tscherkessen und Juden, kam es zu keiner nennenswerten Assimilierung. In beiden Dörfern wird die tscherkessische Sprache im Schulunterricht gelehrt, dadurch ist die junge Generation ihrer Muttersprache mächtig.

Im Vergleich zu den Beziehungen zwischen den Palästinensern und Juden ist die Beziehungen zwischen den Tscherkessen und Juden nicht problematisch. Die Tscherkessen sind integriert im öffentlichen Leben Israels. Sie verrichten ihren Wehrdienst in der israelischen Armee. Man findet sie auch im Polizeidienst wieder. Das größere Dorf Kfar-Kama hat jüdische Siedlungen als Nachbarn, während Rihanya näher zur arabischen Siedlungen ist.




Irfan Genel

Quellen:
- Edris Abzakh.: Circassians in Israel
- Batiray Özbek.: Die tscherkessischen Nartensagen, Heidelberg 1982
- Izzet Aydemir.: Göç, Ankara 1988