Obwohl die Tscherkessen schon im 5.Jahrhundert zum Christentum bekehrt wurden, wovon sie aber sehr wenig beeinflusst wurden, verehrten sie Naturgötter.
Wie alle Naturvölker pflegten auch die Tscherkessen einen respektvollen Umgang mit der Natur.

In der Vergangenheit wurde kein Baum ohne den Beschluss des ältesten Rates (Chase) gefällt.

Jede Familie oder Sippe hatte ihren bestimmten speziellen Baum, bei dem man sich vor Versammlungen oder vor wichtigen Entscheidungen traf. Um einige Naturgötter zu nennen: Schible -  Gott des Donners, Tlepsch - Gott des Feuers, Soserez - Gott des Wassers, Mezischa - Gott der Wälder.

Im 15.Jahrhundert wurden die kabardinischen Tscherkessen unter dem Einfluss der Krim - Tataren zum Islam bekehrt. Die Kabardiner verbreiteten ab dem 15. Jahrhundert den Islam unter den tscherkessischen Stämmen und benachbarten Völkern weiter. Bis auf eine kleine Minderheit der kabardinischen Tscherkessen in der Umgebung der Stadt Mozdok, welche orthodoxe Christen sind, ist die große Mehrheit der Tscherkessen sunnitische Muslime.



Moschee in der Hauptstadt der Republik Adygeja



Irfan Genel

 

Quellen:

- Friedrich Bodenstedt.: Die Völker des Kaukasus und ihre Freiheitskämpfe gegen die Russen, Frankfurt a. M. 1848

- Leonti Lyulye.: Çerkesya, Istanbul 1998